Autor: The Modern Gentleman
Datum: 19. Januar 2012
In der Welt der klassischen Männermode ist es unheimlich schwierig ständig etwas absolut Neues zu erfinden. Und das muss ja auch nicht sein. Nicht umsonst ist es eben die Sparte der Klassik. Schön ist es trotzdem, wenn auch heute noch klassische Schneider ihre Arbeit in modernem Licht präsentieren. So wie
P. Johnson Tailors. Die Mischung aus klassischer Herrenmode, Karnevalsmasken und Hohlkehlen in modern-poppigen Farben ist eine Freude – und die Kleidungsstücke ebenfalls.
Autor: The Modern Gentleman
Datum: 20. Dezember 2011

Abb. 1 — Krawattenabo bei Tie Society
Männermode lebt in erster Linie davon simple Klassikern mit immer anderen Accessoires zu kombinieren um sie jedes Mal wie ein neues Outfit aussehen zu lassen (außer man ist Designer und trägt eh immer alles in Schwarz). Das zentrale Männeraccessoire in vielen Büroalltagen ist noch immer die Krawatte. Einen Kleiderschrank mit unendlich vielen Krawatten aufzubauen ist aber nicht nur mühselig, sondern auch teuer – vor allem weil viele gekaufte Stücke (als Besitzer einer Super Mario Kart Krawatte spreche ich hier aus Erfahrung) dann doch die meiste Zeit im Kleiderschrank verbringen.
Tie Society löst dieses Erste Welt Problem. Dort können für ab ca. 20 Dollar im Monat Krawatten beliebig oft ausgetauscht werden. Das Ganze gibt es in drei Preisstufen mit drei Preisumfängen, jedoch immer Versandkostenfrei mit Geldzurückgarantie. Jetzt bitte noch einmal nach Deutschland importieren, dann sind wir alle glücklich.
Autor: The Modern Gentleman
Datum: 19. Dezember 2011
Dieser drei sehr schönen Winteroutfits hatte ich mal in meinem Ffffound-Account gespeichert und bin beim Durchklicken heute wieder darauf gestoßen. Blöderweise notiert Ffffound nicht immer eine Quelle, deswegen kein Bildnachweis und die Bitte darum mir den Urheber, falls bekannt, zu nennen. Trotzdem publiziere ich das hier auf gut Glück, weil die Kompositionen zu schön sind um sie für immer in den Tiefen des Internets zu vergraben. Zweifel habe ich lediglich an den Wildlederschuhen. Und zwar nicht, weil ich Grundsätzlich sehr große Zweifel an Wildlederschuhen habe, sondern weil Schneematsch und Regen sich mit solchen Materialien nicht besonders gut verträgt. Wobei das Aufhalten in Schneematsch generell nicht zu den Dingen gehört, die ich zu den freudigsten Aktivitäten im Winter zählen würde.
Das zweite Outfit mag zwar auf den ersten Blick furchtbar grau erscheinen, allerdings stelle ich mir einen etwas radikaler rentierisierten Pullover damit vor, der dem ganzen ein bisschen Farbe und Nerdtum verleiht, sodass die Kleidung nicht mehr als Tarnmontur für Einsätze gegen sibirische Armeen durchgeht. Alterntiv schnappt man sich die Hose aus dem dritten Bild, die auch mit dem zweiten Outfit exzellent aussähe.
Grundsätzlich bevorzuge ich es im Winter das Haus nur dann zu verlassen, wenn ich muss oder wenn mindestens zwei Tassen Glühwein irgendwo warten. Stattdessen empfehle ich einen wundervollen Scotch vor dem Kamin. Und mit Scotch meine ich Skyrim und mit Kamin meine ich einen 72″-Plasma-Fernseher. In diesem Sinne: exzellenten Winter und frohe Weihnachten!
Autor: The Modern Gentleman
Datum: 26. Oktober 2011
»As always there are those who reveal their asininity (as they did throughout his career) with ascriptions like “salesman”, “showman” or the giveaway blunder “triumph of style over substance”. The use of that last phrase, “style over substance” has always been, as Oscar Wilde observed, a marvellous and instant indicator of a fool. For those who perceive a separation between the two have either not lived, thought, read or experienced the world with any degree of insight, imagination or connective intelligence. It may have been Leclerc Buffon who first said “le style c’est l’homme — the style is the man” but it is an observation that anyone with sense had understood centuries before. Only dullards crippled into cretinism by a fear of being thought pretentious could be so dumb as to believe that there is a distinction between design and use, between form and function, between style and substance.« — Stephen Fry
Autor: The Modern Gentleman
Datum: 4. September 2011
Von Sneakern zum Anzug kann man halten, was man will. Auf der sicheren Seite ist man aber definitiv mit Schuhen, die nicht aussehen, als würde man gleich nochmal ums Stadion rennen. Trotzdem sind die für viele oft unentspannt, vor allem, wenn man sich im Anzug eh schon uniformiert fühlt. Der Entwurf von
Hayon Studio wäre da ein sehr schöner Lösungsansatz. Das Material sieht absolut nach Anzug aus, die Farben sind poppig, die Form irgendetwas dazwischen. Leider sind es aber nur entwürfe. Schade.

Abb. 1 — Schuhdesign von Hayon, besser als Sneaker zum Anzug.
Autor: The Modern Gentleman
Datum: 18. August 2011

Abb. 1 – Der Stil der Yakuza, Foto: Anton Kusters

Abb. 2 – Der Stil der Yakuza, Foto: Anton Kusters
Wenn ein Fotograf, um ein schönes Foto zu bekommen, alles dafür gibt und sogar einen seiner Finger dafür riskiert – dann müssen diese Bilder unbedingt den Augen der Welt gezeigt werden. So auch Anton Kusters, der einige Zeit mit der japanischen Mafia, den Yakuza, verbrachte und einige Momente fotografisch festhielt. Intressant vor allem, dass dort eine durchgängige Anzugpflicht herrscht. Über zweifelhafte Moral zu besitzen aber trotzdem stilbewusst zu leben. Es ist auf eine bizarre Art faszinierend. Die ganze Geschichte gibt es bei
Don’t Panic.
Autor: The Modern Gentleman
Datum: 12. August 2011

Abb. 1 — Kunst an der Fensterscheibe
Fensterscheiben mit Filzstiften zu beschmieren gilt aus zei Gründen als unschöne Tat: Zum einen weil es meistens an fremden Fensterscheiben passiert. Zum anderen aber auch, weil sich die Motivwahl oft auf die Abbildung von männlichen Genitalien beschränkt. Zumindest gegen letzteres hat das Blog
Windoodles ein Mittel gefunden. Dort werden Kritzeleien auf Fensterscheiben gesammelt, für die das Wort Kunstwerk fast schon treffender ist als »Kritzelei«. Dort kämpft Godzilla gegen eine ganze Stadt oder Pikachu versteckt sich hinter dem Horizont. Und vielleicht gibt es dort eines Tages ja auch ein kreatives Motiv mit männlichen Genitalien.
Autor: The Modern Gentleman
Datum: 11. August 2011

Abb. 1 — Polnische Fahrräder von Creme

Abb. 2 — Polnische Fahrräder von Creme

Abb. 3 — Polnische Fahrräder von Creme
Nicht das erste Mal bekunde ich hier meine Liebe zum Fahrrad. Nicht nur aus ökologischer, sondern vor allem aus ästhetischer Sicht. Auf den Zweirädern kann man nämlich verdammt gut aussehen, vor allem wenn es mehr Designobjekte als Gebrauchsgegenstände sind. Als sehr schöne Beispiele für beides sind mit die Fahrräder der
polnischen Fahrradmarke Creme untergekommen. Und auch die Bildergalerie ist alles andere als das, was man gemeinhin unter Ostblockästhetik versteht. Und mir gefällt auch, wenn Vorurteile gebrochen werden. Und wer sich an schönen Menschen auf Fahrrädern nicht sattsehen kann, nutzt die neue Suchfunktion bei The Sartorialist und sucht nach dem Tag
Bicycles.
Autor: The Modern Gentleman
Datum: 11. August 2011

Abb. 1 — Goggle Desk von Danny Venlet
Es gibt Möbelstücke, die betrachtet man nur den Bruchteil einer Sekunde und schon hat man das Gefühl ohne sie nicht mehr leben zu können. Natürlich relativiert sich das Gefühl manchmal zeitnah beim ebenso kurzen Blick auf den Preis. Aber die Freude an der Tatsache, dass so etwas überhaupt existiert, bleibt trotzdem bestehen. Und so will es auch der Umstand der Existenz des
Goggle Desk, das Designer Danny Venlet für Babini gestalten durfte. Einziger Nachteil: An diesem Schreibtisch könnte ich keine Sekunde arbeiten, weil ich die ganze Zeit darüber nachdenken müsste, an welch wundervollem Schreibtisch ich sitze. so hat eben alle seine Nachteile.
Autor: The Modern Gentleman
Datum: 10. August 2011
Tief sitzen noch die Narben, die die zahlreichen Beschimpfungen meiner DeutschlehrerInnen hinterließen, die mit meiner Handschrift zu kämpfen haben. Den Schmerz lindern können nur Illustratoren wie der
Flickr-User super_furry. Dessen Flickr-Sets beinhalten handgemalte Schriftzüge von angenehmster Harmonie und Ästhetik, die einen antreibt selbst mal wieder am Erscheinungsbild der eigenen Schmierereien zu arbeiten. Und bei der Pizzeria, deren Schriftzug hier abgebildet ist, wäre ich Stammgast, wenn sie doch nicht so furchtbar weit weg wäre.