6. Mai 2012 | ♥ Kommentieren

Einstecktuch falten

Ein Einstecktuch ist immer eine gute Sache, wenn der Anzug alleine zu uniformierend wirkt, um dem eigenen Erscheinungsbild einen Anstrich mit Persönlichkeit zu geben. Natürlich stellen sich dabei unterschiedliche Fragen: Wie falte ich ein Einstecktuch richtig? Gibt es verschiedene Arten ein Einstecktuch zu falten? Und wie falte ich ein Einstecktuch zu welchem Anlass?

Einstecktuch richtig falten: klassisch.

Einstecktuch richtig falten: minimalistisch-nüchtern.

Einstecktuch richtig falten: das Dreieck.

Teile dieser Fragen werden im obigen Video beantwortet. Fünf unterschiedliche Arten ein Einstecktuch zu falten – zusammen mit Tipps zu der Wirkung – stellt Mr Porter im hauseigenen Journal vor.


4. Mai 2012 | ♥ Kommentieren

Die drei stylishsten Pfeiferaucher aller Zeiten

Nachdem ich mit Mühe und Not geklärt habe, ob stylishsten nun stylishsten oder stylischsten geschrieben wird, freue ich mich an dieser Stelle nun kurz über ein fantastisches Thema referieren zu dürfen: das Pfeiferauchen. Es ist furchtbar ungesund, wie alles, was mit Tabak zu tun hat, sieht – vom richtigen Mann oder der richtigen Frau geraucht – aber einfach exzellent aus. Und manchmal geht es auch ohne Tabak.

1. Sherlock Holmes

Sherlock Holmes mit Pfeife

Es liegt auf der Hand, aber gerade deswegen darf er nicht unerwähnt bleiben: Sherlock Holmes ist ja wohl die coolste Sau, die jemals eine Pfeife in den Mund genommen hat. Egal ob in der literarischen Version von Sir Arthur Conan Doyle oder von Robert Downey Jr. verkörpert – Intelligenz kombiniert mit Stil und einer schlechten Angewohnheit ist nicht nur cool sondern auch unheimlich sympathisch. Eine verdiente Nummer Eins. Und wer den Film noch nicht kennt – mit 4,95 € wird die DVD auf Amazon gerade günstig gehandelt.

2. Albert Einstein

Einstein mit Pfeife

Wo wir gerade beim Thema Intelligenz sind – auch Einstein wurde hier und da mal mit einem Pfeifchen im Mund abgelichtet. Als Stilikone hängt der Mann uns wohl weniger in Erinnerung als mit der einzigen Formel, die wohl jeder sofort aufsagen kann, aber dennoch: Die Frisur hat sich als Bild eingebrannt und es der Karnevalskostümindustrie unheimlich einfach gemacht. Als Entschädigung dafür, dass es für E=MC^2 keinen Nobelpreis gab, bekommt Einstein hier die Nummer Zwei.

3. Bart Simpson

Bart Simpson raucht Pfeife

Die Nummer Drei geht an die beste Zeichentrickfilmfigur des Universums deswegen, weil er auch ohne Tabak auskommt. So wird die vermeintlich schlechte Angewohnheit zu einer ausschließlich coolen – zumal in der betroffenen Folge (»All’s Fair in Oven War«) nebenbei auch noch Miles Davis läuft. So muss das sein.

Wer gerne jemanden ergänzen würde – gerne in den Kommentaren!


23. April 2012 | ♥ Kommentieren

Gemusterte Sushi

Gemusterte Sushi

Kaum ein Gericht reicht aus ästhetischen Gesichtspunkten an Sushi heran. Ein Gericht, beim dem es unheimlich schwierig ist, es neu zu erfinden. Die Würstchen-Sushi, die man hier und dort mal sieht, sind … nunja … Schön aber die Idee der Agentur I&S BBDO, die für einen Kunden Noriblätter mit Mustern belaserten. Eine sehr interessante Art nicht nur zu branden, sondern gleichzeitig das Essen noch schicker aussehen zu lassen. Mehr bei Jeannie Jeannie.


20. April 2012 | ♥ Kommentieren

Julien Bernard im Kodak-Einwegkamera-Stil

Adrien Volkova fotografiert von Julien Bernard für Fashonisto

Interessant, wie moderne Fotografie manchmal aussieht wie im Stil der Kodak Einwegkamera geschossen. Ein etwas hipsteriger Trend, aber so lange die Ergebnisse so aussehen, wie die Fotos des Fotografen Julien Bernard vom Model Adrien Volkova für The Fashionisto (ja, das nenne ich mal viele Namen in nur einem Link!), kann es uns allen doch nur Recht sein. Das Beste ist oben abgebildet: Das Sonnenblumenhemd vor sonnenblumengelbem Hintergrund in knittrigem Sakko trifft meinen Geschmack perfekt. Da kann man das fragwürdige Mützchen auch verzeihen.


14. April 2012 | ♥ Kommentieren

Seltsamer Trends: Halbfertige Anzüge

Halbfertiger Anzug von Antonio Azzuolo

Grundsätzlich ist es absolut erfreulich, wenn sich Designer und Schneider immer wieder Neues einfallen lassen, um unsere Looks und Outfits potentiell frischer aussehen zu lassen. Es liegt in der Natur von Mode eben modisch zu sein, da muss nicht immer alles jeden Stil und Geschmack treffen.

Trotzdem taucht ab und an etwas auf, das mich wirklich rätseln lässt. So beispielsweise der – zugegenermaßen nicht mehr ganz neue, aber noch immer aktuelle und sich immer weiter verbreitende – Trend zu halbfertigen Anzügen. Anzügen, die aussehen, als hätte man sich dem Schneider bei der Arbeit entrissen. Aufgefallen ist es mir besonders bei der A/W 12/13 Kollektion für Männer von Antonio Azzuolo. Gleich mehrere Outfits haben ein solches Sakko dabei, das ich weniger verstehe umso länger ich es betrachte. Vielleicht kann mich ja jemand aufklären.

Abgesehen davon sind aber auch einige sehr interessante Outfits dabei, darunter auch ein eher reduziertes und damit mein Favorit aus genannter Modekollektion:

Antonio Azzuolo A/W 12/13

Mehr Bilder hat Coute Que Coute.

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11. April 2012 | ♥ Kommentieren

So kleidet man berühmte Männer ein

Stylistin für berühmte Männer bei der Arbeit

Eigentlich reicht es nur einen Satz aus dem Artikel von Molly Young aus der aktuellen GQ zu zitieren:

»When you see ten stars on a best-dressed list looking vaguely alike, it’s because their stylists all Googled the same images.«

Denn: Es ist eigentlich kein Geheimnis. Stars kleiden sich nicht selbst ein. Schon gar nicht die männlichen. Für die Männer Hollywoods ist die Tatsache, dass eine Stylistin ihre Outfits auswählt das Pendant zu dem, was Botox für die Promi-Frauen ist.

»They don’t want to cop to using Botox; they just want you to think they look young. Styling is the man’s version of Botox.«

Ein sehr lesenswerter Artikel von Molly Young mit Fotos (wie dem oben) von Eric Ray Davidson mit einigen Tipps, die man sich gerne hinter die Ohren schreiben kann:

»”There’s no way you can wear Ed Hardy and be cool in other parts of your life.” Translation: A man’s clothing is the window to his soul, and a jeweled viper with kanji detailing does not reflect well of that soul.«

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10. April 2012 | ♥ Kommentieren

Don Draper: Wohnung, Einrichtung und die 60er

Don Draper - Wohnung und Einrichtung

(Achtung: Potentielle Spoiler). Die amerikanische TV-Serie Mad Men dürfte neben der exzessiven Darstellung von Alkoholkonsum vor allem für eines bekannt sein: Für die überaus authentische Darstellung des Stils der 60er Jahre. Und zwar bis ins letzte Detail. Nicht nur Mode, Outfits, von Männern dominierte Welt und Rassismus geben die Ära realistisch und befremdlich zu gleich wieder, der Perfektionismus reicht bis auf den Müll, den die Familie nach dem Picknick auf dem Rasen hinterlässt. Da ist es fast schon selbstverständlich, dass auch die Wohnung und Einrichtung der Hauptfigur Don Draper nahezu aus dem Fernsehschirm nach 60er Jahren riecht.

Sicherlich lässt sich hier und da über den Geschmack streiten, aber mindestens den Sessel im Wohnzimmer wünscht man sich zu sich nach Hause – zusammen mit Megan Drapers wundervollen Tanz- und Gesangsdarbietung. Die LA Times hatte das große Glück die Wohnung (wirklich oder nur in Interviews, das wird nicht ganz klar) besuchen zu dürfen und geht im entsprechenden Blogpost noch weiter ins Detail. Und ich gehe meine Küchenschranktüren blau anstreichen.

Don Draper - Wohnung und Einrichtung

Don Draper - Wohnung und Einrichtung

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19. Januar 2012 | ♥ Kommentieren

Steife Klassik und Komik




In der Welt der klassischen Männermode ist es unheimlich schwierig ständig etwas absolut Neues zu erfinden. Und das muss ja auch nicht sein. Nicht umsonst ist es eben die Sparte der Klassik. Schön ist es trotzdem, wenn auch heute noch klassische Schneider ihre Arbeit in modernem Licht präsentieren. So wie P. Johnson Tailors. Die Mischung aus klassischer Herrenmode, Karnevalsmasken und Hohlkehlen in modern-poppigen Farben ist eine Freude – und die Kleidungsstücke ebenfalls.


20. Dezember 2011 | ♥ Kommentieren

Krawattenabo oder: All you can Krawatte

Abb. 1 — Krawattenabo bei Tie Society

Männermode lebt in erster Linie davon simple Klassikern mit immer anderen Accessoires zu kombinieren um sie jedes Mal wie ein neues Outfit aussehen zu lassen (außer man ist Designer und trägt eh immer alles in Schwarz). Das zentrale Männeraccessoire in vielen Büroalltagen ist noch immer die Krawatte. Einen Kleiderschrank mit unendlich vielen Krawatten aufzubauen ist aber nicht nur mühselig, sondern auch teuer – vor allem weil viele gekaufte Stücke (als Besitzer einer Super Mario Kart Krawatte spreche ich hier aus Erfahrung) dann doch die meiste Zeit im Kleiderschrank verbringen. Tie Society löst dieses Erste Welt Problem. Dort können für ab ca. 20 Dollar im Monat Krawatten beliebig oft ausgetauscht werden. Das Ganze gibt es in drei Preisstufen mit drei Preisumfängen, jedoch immer Versandkostenfrei mit Geldzurückgarantie. Jetzt bitte noch einmal nach Deutschland importieren, dann sind wir alle glücklich.


19. Dezember 2011 | ♥ Kommentieren

Winteroutfits




Dieser drei sehr schönen Winteroutfits hatte ich mal in meinem Ffffound-Account gespeichert und bin beim Durchklicken heute wieder darauf gestoßen. Blöderweise notiert Ffffound nicht immer eine Quelle, deswegen kein Bildnachweis und die Bitte darum mir den Urheber, falls bekannt, zu nennen. Trotzdem publiziere ich das hier auf gut Glück, weil die Kompositionen zu schön sind um sie für immer in den Tiefen des Internets zu vergraben. Zweifel habe ich lediglich an den Wildlederschuhen. Und zwar nicht, weil ich Grundsätzlich sehr große Zweifel an Wildlederschuhen habe, sondern weil Schneematsch und Regen sich mit solchen Materialien nicht besonders gut verträgt. Wobei das Aufhalten in Schneematsch generell nicht zu den Dingen gehört, die ich zu den freudigsten Aktivitäten im Winter zählen würde.

Das zweite Outfit mag zwar auf den ersten Blick furchtbar grau erscheinen, allerdings stelle ich mir einen etwas radikaler rentierisierten Pullover damit vor, der dem ganzen ein bisschen Farbe und Nerdtum verleiht, sodass die Kleidung nicht mehr als Tarnmontur für Einsätze gegen sibirische Armeen durchgeht. Alterntiv schnappt man sich die Hose aus dem dritten Bild, die auch mit dem zweiten Outfit exzellent aussähe.

Grundsätzlich bevorzuge ich es im Winter das Haus nur dann zu verlassen, wenn ich muss oder wenn mindestens zwei Tassen Glühwein irgendwo warten. Stattdessen empfehle ich einen wundervollen Scotch vor dem Kamin. Und mit Scotch meine ich Skyrim und mit Kamin meine ich einen 72″-Plasma-Fernseher. In diesem Sinne: exzellenten Winter und frohe Weihnachten!