Ich kann es ja fast nicht oft genug sagen, aber es sind meinst doch die sehr simplen und offensichtlichen Ideen, die – gut umgesetzt – die besten Produkte liefern. Die Modemarke UNIQLO hatte so eine Idee. Mit UNIQLO WAKE UP hat sie sie auch noch fantastisch umgesetzt, so dass es sich hier für meinen Geschmack um die bislang beste Weckerapp für iPhone und Android handelt. Die App basiert auf der Idee je nach Wetter eine andere Melodie zu nutzen. So freut man sich an sonnigen Tagen aufs Aufstehen – und wird an regnerischen Tagen sanft aus dem Schlaf geholt.
Als Brillenträger kann man dem internationalen Hipstertum eigentlich nur dafür dankbar sein, dass sich die Brille als anerkanntes Modaccessoire durchgesetzt hat. Sicherlich hat das dem ein oder anderen Nerd einen Coolnessboost verliehen und so sprießen auch die Brillenmarken eine nach der anderen aus dem Boden. Sehr schicke Kollektionen haben auch Oliver Peoples, die hiermit jedem Brillesuchendem ans Herz gelegt seien.
Wenn Wohnungen und Häuser betrachtet werden, dann neigen andere Blogs (Konkurrenzbashin: Check) gerne dazu die großen, luxuriösen Exemplare zu zeigen, eingerichtet mit Designermöbeln von einem Star-Architekten. Der Ansatz, den Lloyd Kahn mit seinem Buch »Tiny Homes« verfolgt, erscheint da sehr erfrischend. Lloyd konzentriert sich auf 150 kleine, gemütliche Häuschen mit Wohnfläche unter 150 Quadratmetern. Ja, für eine Wohnung ist das noch immer nicht winzig. Für Amerikaner und ihre Häuser aber schon. Das Buch kann man bei Amazon kaufen.
Manchmal meint es die Welt dann doch gut mit Menschen wie mir, die ihre Weihnachtsgeschenke natürlich grundsätzlich erst am 23. Dezember besorgen und Geburtstagsgeschenke ausschließlich aus Amazon-Wunschzetteln ziehen. Ja – sich Gedanken zu machen über ein Geschenk und einer Person dadurch eine Freude zu machen ist wirklich schön. Aber leider auch zeitintensiv und anstrengend. Mit Wantful wollen die Betreiber dieses Problem lösen, indem sie den Prozess des Gedankenmachens versuchen zu automatisieren. Es werden einige Fragen zum Mann oder Frau, der/die beschenkt werden soll, gestellt, man antwortet in Bildern (man muss also nicht einmal lesen, ein Hoch auf die Faulheit!) und schwupps kann man durch die Geschenkideen blättern. Die Kategorie Mode ist noch dünn besetzt, die meisten Ideen sind lustige Internetgadgets. Trotzdem: Eine fantastische Idee.
Die weite Welt der Materialzusammenstellung in der Mode kennt kaum grenzen. Und so kommt es, dass wundervolle Popstars wie Lady Gaga Kleider aus Steaks besitzen und uns damit in verschiedenster Art unterhalten können. Wer bei der Zusammenstellung seines Outfits weniger extravagant vorgeht, aber trotzdem etwas Besonderes möchte, kann zu Wood Ties greifen – Krawatten aus Holz. Die Firma Wood Thumb stellt sie her und vertreibt sie online. Ich konnte selbst leider noch keine in den Händen halten, wäre aber gespannt wie sich ein Outfit mit Holzkrawatte so trägt. Danke an den treuen Leser Steffen Karspeck für den Hinweis.
Wo jetzt die nächste Staffel Mad Men für den kommenden März angekündigt wurde, wird es Zeit sich auf die neuen Folgen einzustimmen. Das macht man am besten nicht vor dem Fernseher, sondern mit Zuhilfenahme eines Buches, am besten eines, das sich mit der Werbung aus der Zeit beschäftigt, in der die Serie, in der es nun einmal irgendwie auch um Werbung geht, beschäftigt. Und man wird feststellen, es bewahrheitet sich: Vieles war früher einfacher. Und vieles ändert sich nicht.
Weihnachten. Die schwierige Zeit, in der man versuchen muss Zeit mit Familienmitgliedern zu verbringen ohne sich zu langweilen oder erwürgen. Eine Herausforderung sondergleichen, jedes Jahr aufs Neue. Zum Glück hat Thomas Edison das Spielen erfunden (Disclaimer: Thomas Edison hat nicht wirklich das Spielen erfunden). Zwei gesellige Spiele, bei denen man andere besiegen kann ohne sie dafür umzubringen sind beispielsweise Tischtennis und Dart, für die es online natürlich auch die passende Ausstattungen gibt (Bild anklicken). Viel Spaß!
Männermode lebt in erster Linie davon simple Klassikern mit immer anderen Accessoires zu kombinieren um sie jedes Mal wie ein neues Outfit aussehen zu lassen (außer man ist Designer und trägt eh immer alles in Schwarz). Das zentrale Männeraccessoire in vielen Büroalltagen ist noch immer die Krawatte. Einen Kleiderschrank mit unendlich vielen Krawatten aufzubauen ist aber nicht nur mühselig, sondern auch teuer – vor allem weil viele gekaufte Stücke (als Besitzer einer Super Mario Kart Krawatte spreche ich hier aus Erfahrung) dann doch die meiste Zeit im Kleiderschrank verbringen. Tie Society löst dieses Erste Welt Problem. Dort können für ab ca. 20 Dollar im Monat Krawatten beliebig oft ausgetauscht werden. Das Ganze gibt es in drei Preisstufen mit drei Preisumfängen, jedoch immer Versandkostenfrei mit Geldzurückgarantie. Jetzt bitte noch einmal nach Deutschland importieren, dann sind wir alle glücklich.
Nachdem jetzt hoffentlich alle Weihnachtsgeschenke erworben worden sind, ist es Zeit sich selbst zu beschenken, bevor alle anderen damit anfangen mit bunten Kästchen mit Schleife um sich zu schmeißen. Das (und mit »das« meine ich das Sichselbstbeschenken) lässt sich dank Free/Man, einem wundervollen Blog, der jetzt ebenfalls über einen Shop verfügt, ganz wundervoll in die Tat umsetzen. Ich bin ganz besonders großer Fan der Einstecktuchauswahl. Die Farben sind winterlich, aber trotzdem lebendig und eine schöne Abwechslung zum Beigeschwarzgrau andere Anbieter.
Wenn man sich schon über Pflaster von Chanel, Burberry, Louis Vuitton und Gucci freut, kann man sich sicher sein, dass die eigene Markengeilheit einen neuen Gipfel erreicht hat. Aber was soll man da machen, außer: sich freuen und kaufen. Die Wirtschaft muss ja schließlich angekurbelt werden.