18. Mai 2012 | ♥ Kommentieren

Mode Briefmarken

Es kam in meinem Leben bislang eher selten vor, dass ich mich für eine Sonderausgabe von bedruckten Briefmarken begeistern konnte. Geben wir es zu: Die 100 schönsten Eisenbahnen sind auch nicht unbedingt Motive, mit denen man warm werden kann, so als Durchschnittsmensch. Die Sonderausgabe, die es in Großbritannien zu erwerben gibt mit Motiven aus Britischer Mode hingegen, kann da schon mehr excitement erzeugen. Und erwerben kann man sich glücklicherweise auch online.


12. Mai 2012 | ♥ Kommentieren

Zorro – der vergessene Held

Zorro

Jetzt, wo mit The Avengers ein Superheldenhäufchen im Kino ist, das Superhelden in den Vordergrund stellt, die auch tatsächlich Superkräfte haben, gehen diejenigen unter, die sich ausschließlich mit Mut, Kühnheit und Tapferkeit (und eventuell einem Schwert und einer Peitsche) den Bösewichtern dieser Welt stellen. Dabei hat Zorro alles, was ein Superheld braucht: Ein Cape und ein unverkennbares Symbol, das er – er versteht schließlich was von Branding – an seinen Feinden hinterlässt. Zorro setzt sich ohne übermenschliche Stärke durch, er ist geschickt und hat auch noch einen Witz auf den Lippen. Zumindest bin ich mir relativ sicher, in den Stummfilmen bekommt man das ja eher weniger mit. Deswegen: Lasst uns Zorro und andere Helden in diesen Zeiten der übermächtigen Fernsehfiguren und Scarlett Johanssons in engen schwarzen Bodysuits nicht vergessen. Ein Hoch auf Zorro!


9. Mai 2012 | ♥ Kommentieren

Wohnen wie im Horrorfilm

Wohnen wie im Horrorfilm

Spukhäuschen, bekannt aus unzähligen Horrofilmen, haben eine ganz besondere Ästhetik. Sie sind meist stilvoll eingerichtet, man würde fast sagen gemütlich, wenn nicht durch die klassischen Möbel oder den alten Boden nicht doch ein auf seltsame Weise lebendiger Geist fliegen würde. Spooky Home, ein Tumblr-Blog, sammelt Bildchen solcher Einrichtung, solcher Häuser und solcher Ästhetik. Ein Abonnement lohnt sich, die Bilder können nämlich durchaus fesseln.


7. Mai 2012 | ♥ Kommentieren

Kurzprofil: Plus-Size Bloggerin Alegra

Von den Youtube-Channels mit monderjährigen Damen und ihren Haar- sowie Makeup-Tipps haben wir alle schon einmal gehört. Und obwohl es auf seine eigenartige Weise eine durchaus mir fremde und eigene Welt ist, so gibt es Modeblogs für die Damenwelt, die sich deutlich von dem Rest dort draußen unterscheiden. Alegra betreibt mit Dollface is Candysweet genau so einen Blog mit deutlich anderem Konzept. In fünf Antworten hat sie ihn beschrieben:

Plus-Size Bloggerin Alegra

1. Zunächst: Stell dich doch bitte kurz vor.
Ich heiße Alegra Schminke, bin 26 Jahre alt und studiere zur Zeit noch in Mainz Englisch und Französisch auf Lehramt. Auf Dollface is Candysweet blogge ich seit vier Jahren und veröffentliche dort Bilder von meinen Outfits.

2. Worin unterscheidet sich dein Blog zu dem typischen Modeblog?
Eigentlich unterscheidet sich mein Blog nicht zu arg vom gängigen Outfit-Tagebuch online, jedoch erfährt meiner eine Art “Novelty-Bonus”, da es immer noch nicht normal geworden ist, sich als Frau jenseits der Konfektionsgröße 42 gut und Trend-bewusst zu kleiden. Zwar kombiniere ich auch nur, leider meist unfair produzierte, Kleidungsstücke der großen Modeketten – auch wenn diese bestimmte Körperstaturen konsequent ignorieren – treffe aber hiermit einen Nerv bei jungen Frauen, die (wie ich manchmal auch) Schwierigkeiten haben, Schönes und Passendes zu finden.

3. Wie kamst du auf die Idee dein Blog zu starten?
Zunächst habe ich eine vorlesungsfreie Zeit lang gekonnt prokrastiniert und große Freude daran gehabt, französische Modeblogs zu lesen. Da ich zudem ein eher extrovertierter Mensch bin, habe ich in 2008 ganz naiv mit meinem Blog angefangen, weil ich schon immer gern Komplimente für gute Outfits bekommen habe.

4. Was ist die Nachricht, die deine LeserInnen mitnehmen sollen?
Im Endeffekt verbreite ich mit dem, was ich veröffentliche, dass Gutaussehen (vor allem auf Kleidung bezogen) nicht auf Schlanksein reduziert werden sollte. Es mag Konfektionsgrößen geben, aber keine Konfektionskörper. Frauen, die dick sind, müssen da besonders kreativ sein, und ich möchte zeigen, dass vieles durchaus möglich ist, sogar mit dem, was wir in deutschen Läden geboten bekommen.

5. Gibt es Vorbilder oder andere Blogger, an denen du dich orientierst?
Zum Bloggen inspiriert haben mich Alix und Betty. Heute lese ich auch vor allem gern Keiko Lynn, Pocket Rocket Fashion, Pandora und WishWishWish. Außerdem sind Zooey Deschanel, Kate Middleton, Adele und Michelle Williams absolute Styling-Vorbilder für mich.

Plus-Size Bloggerin Alegra in verschiedenen Outfits


6. Mai 2012 | ♥ Kommentieren

Städel Museum Frankfurt – ein Sonntagsausflug

Nachdem das Frankfurter Städel Museum einen in ungeahnte Höhen gelobten Kellerneubau von den Architekten Till Schneider und Michael Schumacher verpasst bekommen hat, trudelten die Menschenmassen nach Frankfurt um nicht nur besagten Keller mit seinen mittlerweile berühmten Bulley-Fenstern zu betrachten, sondern auch das, was jetzt so in ihm hängt – nämlich Kunst der Gegenwart.

Mit der Betrachtung der Kunst möchte ich mich hier gar nicht aufhalten – das ist absolute Sache des persönlichen Geschmacks. Aber neben den Bildern sind auch noch andere Eindrücke geblieben. Zunächst: Auf den Pressefotos sieht der Keller deutlich beeindruckender aus. In der Realität besteht er dann doch aus vielen geraden Linien, die trotzdem dazu verleiten sich zu verlaufen. Auch die Bullseye-Fenster wirken mit einem Extremweitwinkelobjektiv eingefangen deutlich spannender, als sie dann vor Ort sind.

Aber da die meisten Menschen dann doch wegen der Bilder und Skulpturen und weniger wegen der Kellerarchitektur in ein Museum gehen, ist das schnell vergessen. Es hängen nämlich doch hier und die gute Namen und gute Werke an den Wänden. Und ein Spaziergang am Museumsufer entlang lohnt sich auch immer. Außer es schüttet, wie heute.

Staedel Eingang Architektur

Staedel Gegenwartskunst Treppe

Staedel Keller Architektur


5. Mai 2012 | ♥ Kommentieren

Cindy Sherman Online-Ausstellung

Cindy Sherman Online-Ausstellung

Es gibt diese Tage, da hat man auf eine seltsame Art und Weise gleichzeitig unheimlich Lust etwas zu unternehmen – wie beispielsweise ein Museum mit einer schönen Kunstausstellung zu besuchen –, bekommt gleichzeitig aber sein Gesäß nicht von der Couch. Für alle die ein solches oder sehr ähnliches Gefühl an empfinden, hat das Museum of Modern Arts eine Online-Ausstellung der Künstlerin Cindy Sherman gebaut. Die Ausstellung ist nicht nur technisch interessant umgesetzt, sondern auch inhaltlich durchaus mehrere Blicke wert. Ein wundervolles Stück Kultur, wahrlich modern in Szene gesetzt.


29. April 2012 | ♥ Kommentieren

Nach der Party

Club nach Party

Die meisten Menschen kennen Clubs nur in wenigen Zuständigen, meistens sind sie jedoch voll mit Menschen, die zu lauter Musik mit verschiedenen Körperteilen zappeln – das alles in einem Licht, in dem von den Räumlichkeiten nicht viel zu sehen ist. Nicht viele Menschen sehen den Club einige Stunden später: Mitgenommen von der Party, aber menschenleer. Genau diese Situationen hielt der Fotograf André-Alexander Giesemann in seiner Serie »vom Bleiben« fest. Gefunden beim ehemaligen Nerdcore.

Club nach Party


28. April 2012 | ♥ Kommentieren

Musik zum Wochenende: Katy Perry »I kissed a girl« unplugged

Die  Aufnahme ist deswegen so spannend, weil sie so ganz anders ist, als der Originalsong. Und ja, ist nicht mehr ganz aktuell, aber Gutes wird ja bekanntlich nicht alt.


24. April 2012 | ♥ Kommentieren

Die Ruinen von Detroit

Ruinen in Detroit

Es gibt wohl keinen anderen Ort auf der Welt, der so stark von der an uns vorübergezogenen Finanz- und später Wirtschaftskrise gezeichnet wurde wie Detroit. Und obwohl langsam die Aufbruchsstimmung wieder in die Stadt kommt, so sind viele Betonnarben noch geblieben. Yves Marchand hat die wichtigsten Ecken eingefangen und in einem Buch verewigt. Es ist eine seltsame Geisterstadtstimmung, die er da eingefangen hat, aber allemal sehenswert.


21. April 2012 | ♥ Kommentieren

James Bond Skyfall und ein schönes Auto

Skyfall, der neue James Bond

In den nahezu unendlichen weiten dieses Internets sind jetzt die ersten Bilder vom Set des neuen James Bond Films »Skyfall« aufgetaucht. Neben der Tatsache, dass James Bond wieder Anzüge trägt, unheimlich viel mit Waffen hantiert und häufiger mal eine ernste Miene zieht, spielt wohl auch ein sehr schöner Oldtimer eine kleine Rolle – was mich besonders freut. Ich bin gespannt wie das mit dem wenig charmanten, aber dennoch oder gerade deswegen spannenden, Daniel Craig James Bond funktioniert.